Macht und Mode: Zwei neue Dauerausstellungen der Rüstkammer im Renaissanceflügel „Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht“ und „Kurfürstliche Garderobe“

22. März 2017

Öffnungszeiten

Das Dresdner Residenzschloss ist Ursprungsort und Zentrum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte „Monument“ sächsischer und europäischer Geschichte ist zugleich seit vielen Jahren Sachsens größte Kulturbaustelle. In Etappen entsteht eine „Residenz der Kunst und Wissenschaft“ neu, ein Museumszentrum mit internationaler Ausstrahlung, in dem historische und historisierende Architekturelemente ebenso wie moderne Museumsräume und solche mit teilweise sichtbaren Versehrungen den Rahmen für eine technisch hoch moderne Museumsarchitektur bilden, die die einzigartigen Kunstschätze auf bestmögliche Weise zur Geltung bringt.

  • Ausstellungsort
  • Eintrittspreise regulär 14 €, ermäßigt 10,50 €, unter 17 frei, ab 10 Pers. 12,50 €, Audioguide frei

Macht und Mode

Eine wichtige Etappe auf dem Weg zur Fertigstellung des Residenzschlosses ist nun getan: Anfang April 2017 findet der Renaissanceflügel im Residenzschloss seine Vollendung. Weitere 1.113 m² Ausstellungsfläche können dem Publikum dann übergeben werden. Am 9. April 2017 eröffnen zwei neue Dauerausstellungen der Rüstkammer: „Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht“ im Ostflügel und „Kurfürstliche Garderobe“ im Nordflügel des ersten Obergeschosses. Beide Bereiche schließen nicht nur räumlich, sondern auch inhaltlich an die 2016 eröffnete Dauerausstellung „Weltsicht und Wissen um 1600“ an.

Macht und Mode

Die Ausstellung „Auf dem Weg zur Kurfürstenmacht“ zeigt den Weg der Wettiner von der Erlangung der sächsischen Kurwürde durch Friedrich den Streitbaren im Jahr 1423 über die Eroberung der Kurfürstenmacht für die albertinische Linie der Wettiner durch Herzog Moritz von Sachsen im Jahr 1547 bis hin zur brüderlichen Nachfolge Herzog Augusts von Sachsen in der kurfürstlichen Regierung 1553, sie bildet den Hauptbeitrag der SKD zum Reformationsjubiläum 2017. Im Ostflügel des ersten Obergeschosses wird zum ersten Mal der weltweit größte Schatz an Prunkwaffen der Reformationszeit und des frühen Barock zusammen ausgestellt werden. Sie verkörperten den Machtanspruch und das reformatorische Glaubensprogramm der sächsischen Kurfürsten und gehören zu den ältesten Werken der Rüstkammer.

Die Ausstellung „Kurfürstliche Garderobe“ führt mit originalen Gewändern der Zeit um 1550 bis 1650 die kostbare Fürstenmode der Renaissance und des Frühbarock vor Augen, wie sie bis auf wenige Ausnahmen sonst nur noch in Bildnissen der großen Herrscher jener Epoche zu belegen ist. Seit dem Zweiten Weltkrieg im Depot verwahrt, werden 27 Herrscherkostüme, darunter sechs vollständige Kostümensembles und vier Damenkleider im Nordflügel des Residenzschlosses erstmals wieder der Öffentlichkeit zugänglich sein. Mit der gesicherten Provenienz, der überragenden handwerklichen und künstlerischen Qualität der Textilien, dem Ensemblewert, der dynastischen Bedeutung, der Internationalität, der Periodenzuordnung und dem beeindruckende Erhaltungszustand steht diese Mode im Rang eines europäischen Kulturerbes.

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