Ausstellungsansicht "Die Erfindung der Zukunft", Bereich "Umwelt"
© SKD, Foto: Alexander Peitz

180 Ideen für Sachsen

Fliegende Autos, Drohnen-Schwärme, Weltallkolonien, Kryonik und Krypotwährung – Utopie, Vision oder schon Gegenwart? Dem großen Thema „Zukunft“ widmen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) aktuell die Ausstellung Die Erfindung der Zukunftim Japanischen Palais in Dresden. Anhand von den Themen Zeit, Grenzen des Wachstums, Umwelt sowie Krieg und Werte zeigt die Ausstellung nicht nur Wege der Zukunft auf, sondern auch die Kraft von Kunst, bestehende Diskurse und Systeme zu hinterfragen und neue Perspektiven auf die Vergangenheit und Gegenwart zu öffnen. Die Grundlage des Ausstellungskonzepts bildete eine sachsenweite Befragung, in der die subjektiven Wahrnehmungen der Gegenwart, die Sorgen, Wünsche und Erwartungen an die Zukunft der 15 bis 35-Jährigen gesammelt wurden.

 

Im Rahmen der Ausstellung starten die SKD ein umfangreiches Programm in der ganzen Region: „180 Ideen für Sachsen“. Die „180 Ideen“ verstehen sich hierbei als Modelle, Entwürfe oder Gegenentwürfe einer nahen Zukunft. Motor des Outreach-Programmes sind sowohl die wechselwirkende Beziehung von Land und Stadt als auch eine selbstkritische Überlegung zum Museum: Wie sieht das Museum der Zukunft aus? Gerade vor dem Hintergrund der rasch voranschreitenden Digitalisierung und der globalen, dichter werdenden Vernetzung muss man das zukünftige Museum nicht auch dezentraler und interaktiver denken?

 

Ausgehend von dem erfinderischen Geist Sachsens und dem historischen Potential der Sammlungen der SKD sollen neue, positiv aufgeladene Visionen der Gesellschaft und der Demokratie gemeinsam mit den Bürger*innen Sachsens erarbeitet und vorgestellt werden. Prägende Erfindungen in Sachsen waren beispielsweise 1650 die erste Tageszeitung in Leipzig, 1708 das erste europäische Porzellan in Meißen, die Kaffeefiltertüte (1908) oder der Teebeutel (1929). Die „180“ neuen Ideen und Zukunftsentwürfe sollen in Form von Workshops, Vorträgen, Diskussionen, künstlerischen Interventionen und kleinen Ausstellungen sowie Kursen und weiteren Vermittlungsformaten stattfinden. Über die Kooperation mit regionalen Partner*innen sollen damit auch diejenigen erreicht werden, denen ein Zugang zu den Museen der SKD möglicherweise erschwert wird, sei es durch gefühlte oder tatsächliche Hindernisse. Das Programm ist bewusst offen und flexibel angelegt, um auf die Wünsche der Partner in der Region reagieren zu können. Es sammelt Stimmen der Menschen ein und gibt diesen eine Plattform.

Das Programm im Überblick

SKD auf dem Land Karte

Projekte

Schautafel-Ausstellung in Wuischke bei Bautzen
07.07.2019—26.01.2020

Christian Borchert in Wuischke/Wuježk

Mehr als 20 Jahre war der Fotograf Christian Borchert regelmäßiger Gast in Wuischke/Wuježk, einem abgelegenen und doch zentralen Ort der Literatur- und Kulturgeschichte der DDR

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Christian Borchert, Auf der Schaukel im Grundstück der Familie Lorenc, 1980
© SLUB Dresden / Deutsche Fotothek

Jugendbeirat

Im Rahmen der „180 Ideen für Sachsen“ wird aktuell ein Jugendbeirat gegründet, welcher den SKD als Expertengremium zur Frage des Museums der Zukunft beratend zur Seite steht. Resultate aus einer Befragung von 15- bis 35-Jährigen aus ganz Sachsen werden aktuell in der Ausstellung „Die Erfindung der Zukunft“ in Japanischen Palais präsentiert.

Gemeinsam mit Jugendlichen

Gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren sollen weiterhin gemeinsame Projekte entwickelt und umgesetzt werden. Die jungen Menschen sind dabei die Expert*innen ihrer Region. Mit ihnen soll gemeinsam über das Thema „Zukunft“ gesprochen werden. Im zweiten Halbjahr 2019 werden Workshops mit jungen Menschen und Künstlern organisiert, um innovative Formate – die „180 Ideen für Sachsen“ – zu initiieren, zu gestalten und gemeinsam umzusetzen.

Wir freuen uns

Leitfragen des Jugendbeirates sind: Wie soll und kann das Museum der Zukunft aussehen? Welche Programme und Formate wünschen sich Schüler*innen, Studierende und Auszubildende von den Staatlichen Kunstsammlungen?

Wir freuen uns auf interessierte, engagierte und neugierige junge Menschen und laden jeden ein, mit uns gemeinsam an diesem Projekt zu arbeiten und Teil des Jugendbeirates zu werden.

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Wettbewerb für Kunstprojekte im Rahmen des Outreach-Projektes „180 Ideen für Sachsen“ der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Ziel des Outreach-Projektes „180 Ideen für Sachsen“ ist es, die Menschen in Sachsen, besonders in den ländlichen Regionen, mit Kultur- und Bildungsangeboten besser zu erreichen und den Kontakt der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) besonders zu jungen Menschen zu stärken. Wir möchten vor allem junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren ansprechen und über kreatives Gestalten einen offenen Diskurs über die Gestaltung der Gesellschaft anstoßen. Dazu werden in ganz Sachsen Veranstaltungen unterschiedlichster Formate stattfinden. Hierfür möchten wir Künstler und Kunsthandwerker einladen, partizipative und interaktive künstlerische Projekte zu konzipieren und umzusetzen.

Regionaler Bezug, Partizipation und Nachhaltigkeit

Mit dem Outreach-Programm „180 Ideen für Sachsen“ möchten die SKD gemeinsam mit regionalen Partner*innen und Bürger*innen aktiv an den „180 Ideen“ arbeiten. Vor dem Hintergrund des wachsenden Anspruches auf das Recht auf Mitsprache, das besonders in sozialen Medien zum Ausdruck kommt, sind Kulturinstitutionen aufgefordert, ihre Arbeitsweisen und Positionen zu hinterfragen und eine Plattform für Austausch, Diskussion und Mitgestaltungsmöglichkeiten zu bieten. Mit dem Outreach-Programm möchten wir Menschen aktiv am kulturellen Geschehen beteiligen und mit ihnen gesellschaftlich relevante Fragen diskutieren. Offenheit und Dialog stehen dabei an erster Stelle.

Wir möchten Schwellen zwischen Kunst, Museum und den Menschen abbauen. Über interaktive und partizipative Veranstaltungen sollen wechselseitige Lern- und Erfahrungsprozesse angestoßen werden. In unterschiedlichsten Formaten sollen aktuelle Themen aus den Blickwinkeln der Künste verhandelt werden.

Mit der Vielzahl der Projekte sollen auch nachhaltige Strukturen für eine langfristige kulturelle Teilhabe und ein breiteres dezentrales Engagement der SKD geschaffen werden. Daher gilt es, das Programm und seine Teilprojekte nachhaltig anzulegen und die Ergebnisse weiter nutzbar zu machen.

Themen

Das Programm steht unter dem Motto „Zukunft“: Wie stellen sich die Menschen die Zukunft vor? Welche Themen sind aktuell wichtig und werden die Zukunft bestimmen? Daher sollen ausdrücklich auch gesellschaftliche Fragestellungen zur Debatte gestellt werden:

  • Mobilität, Reisen, Grenze, Migration, demografischer Wandel, digitale Mobilität und Vernetzung
  • Verantwortung und Gedächtnis, Wechsel zwischen und Verhältnis der Generationen, Individuum und Masse
  • Mensch, Natur und Umwelt, Klimawandel, Verknappung der Ressourcen

Rahmenbedingungen

1. Auslober

Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Taschenberg 2
01067 Dresden

vertreten durch die Generaldirektorin Prof. Dr. Marion Ackermann und den Kaufmännischen Direktor Dirk Burghardt.

2. Aufgabe und Anforderungen

Die Bewerber*innen sollen für das Outreach-Projekt „180 Ideen für Sachsen“ der SKD ein partizipatives und interaktives künstlerisches Projekt konzipieren und im genannten Zeitraum in Abstimmung mit dem Auftraggeber konkret planen und vor Ort umsetzen:

  • Möglich sind künstlerische Formate aller Art in der ländlichen Region von Sachsen.
  • Die Projekte müssen partizipativ und interaktiv angelegt sein, sich an den oben genannten Themen sowie an der Zielgruppe orientieren und einen regionalen Bezug haben.
  • Kooperationen mit Partnern vor Ort sind ausdrücklich erwünscht.
  • Das Projekt wird im Rahmen des Outreach-Projektes „180 Ideen für Sachsen“ durchgeführt. Die diesbezügliche Kooperation mit anderen Projektteilnehmern, Partnern und Akteuren, bspw. im Rahmen des Marketing/Pressearbeit, wird vorausgesetzt.

3. Wettbewerbsleistungen

Jeder Bewerber*in kann einen Entwurf einreichen. Erwartet werden ein Konzept zu einem partizipativen und interaktiven Kunstprojekt (gern mit Bildern/Skizzen) mit Vorschlag eines Ortes der Umsetzung, ein detaillierter Zeitplan für die Umsetzung sowie eine detaillierte Kostenaufstellung; diese darf das für die Realisierung zur Verfügung stehende Gesamtbudget von 10.000 Euro (brutto) nicht übersteigen.

Entwürfe, die den oben genannten Anforderungen nicht entsprechen, können im Rahmen des Wettbewerbs nicht berücksichtigt werden.

4. Verfahren

4.1. Abgabe

Die Bewerbungen sind unter Kennzeichnung „Kunstprojekt 180 Ideen“ bis zum 02. September 2019 einzureichen an:

per Mail: Franziska.mueller.extern@skd.museum

oder per Post:

Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Frau Dr. Franziska Müller
Betreff: Kunstprojekt 180 Ideen für Sachsen
Residenzschloss
Taschenberg 2
01067 Dresden

4.2. Jury

Die Bewerbungen werden anonym an eine Jury übergeben, welche nach einem Punktsystem die Preisträger auswählt. Die Jury wird aus vier Experten aus dem Bereich Bildende Kunst, Museums- und Ausstellungswesen, Inklusion sowie zur regionalen Entwicklung bestehen.

4.3. Bewertungskriterien

Die drei Preisträger*innen werden nach folgenden Kriterien ausgewählt:

  • Konzept (Ästhetik und Innovation, Passgenauigkeit zum Projekt der „180 Ideen für Sachsen“ anhand Partizipation, Interaktion, Zielgruppenspezifik und thematischer Bearbeitung, Realisierbarkeit): 70%
  • Zugänglichkeit der Leistung für Menschen mit Behinderung und/oder nachhaltige Eigenschaften: 30%
  • Wirtschaftliches Angebot: 10%

Die prämierten Skizzen werden unter Nennung ihrer Urheber auf der Internetseite der SKD veröffentlicht.

4.4. Honorar

Unter den Bewerber*innen werden drei Projekte von der Jury ausgewählt, welche bis Ende des Jahres umgesetzt werden sollen.

Die drei Preisträger*innen erhalten jeweils ein Honorar von 2.500 Euro (netto).

Die Honorare können nur bei Einhaltung dieser Wettbewerbsbedingungen ausgezahlt werden.

4.5. Rückfragen

Eventuelle Rückfragen zur Ausschreibung können Sie bis zum 26. August schriftlich per Mail an Franziska.mueller.extern@skd.museum richten.

4.6. Einzureichende Unterlagen

Folgende Unterlagen sind einzureichen:

  • Anschreiben
  • Portfolio und ggf. Liste der Ausstellungen
  • Konzept zu einem partizipativen und interaktiven Kunstprojekt, gern mit Bildern/Skizzen, mit Vorschlag eines Ortes der Umsetzung (auf bis zu 5 DinA4 Seiten)
  • detaillierter Zeitplan für die Umsetzung
  • detaillierte Kostenaufstellung (welche 10.000 Euro brutto nicht übersteigt)
  • vom Bewerber*in ausgefülltes und unterschriebenes Blatt zu Wettbewerbsbedingungen
  • vom Bewerber*in unterschriebenes Nachweis einer gültigen Haftpflichtversicherung

4.7. Realisierung

Die ersten drei Preisträger*innen werden von den SKD mit der Umsetzung ihres Entwurfes entsprechend des jeweiligen Angebots auf Grundlage dieser Wettbewerbsbedingungen beauftragt. Für die Umsetzung stehen den Preisträgern entsprechend der unter Nr. 3 genannten Kostenaufstellung ein Budget von jeweils max. 10.000 EUR (brutto) zur Verfügung. Hiermit sind sämtliche für die Umsetzung anfallenden Kosten abzugelten.

Der Betrag von max. 10.000 EUR (brutto) wird nicht an den Preisträger*in ausgezahlt. Sämtliche Aufträge werden nach Vorbereitung durch den Preisträger*in durch die SKD ausgelöst und die daraus resultierenden Rechnungen an die SKD als Rechnungsempfänger gerichtet. Die SKD sind als öffentliche Einrichtung an die Gesetze zur Vergabe öffentlicher Aufträge gebunden. Bei der Realisierung des Projektes durch den Wettbewerbsteilnehmer*in ist für Beauftragungen bzw. Beschaffungen das Sächsische Vergabesetz in seiner aktuellen Fassung anzuwenden.

4.8. Rechteübertragung

Der Bewerber*in sichert mit seiner Teilnahme am Wettbewerb zu, dass sämtliche Rechte an seinem eingereichten Entwurf bei ihm liegen. Der Bewerber*in überträgt den SKD das Recht, den Entwurf zur Durchführung des Wettbewerbs sowie im Anschluss zu Dokumentationszwecken zu nutzen.

Der Bewerber*in versichert zudem mit seiner Teilnahme am Wettbewerb, dass mit dem eingereichten Entwurf sowie den Bestandteilen desselben und dessen Nutzung durch die SKD keine Rechte Dritter verletzt werden. Er wird die SKD insoweit von etwaigen Ansprüchen Dritter freistellen. Sollten bezüglich Satz 1 berechtigte Zweifel aufkommen oder bestehen, sind die SKD befugt, den eingesendeten Entwurf vom Wettbewerb auszuschließen bis rechtlich unwiderruflich geklärt ist, dass mit dem Entwurf keine Rechte verletzt wurden. Treten nach der Prämierung eines Entwurfes berechtigte Zweifel auf, können die SKD den Entwurf zurückziehen. Die SKD wählen in dem Fall einen anderen Gewinner-Entwurf aus.

Die ersten drei Preisträger*innen übertragen mit Abnahme des Projektes das Eigentum sowie das ausschließliche, unbeschränkte und übertragbare Nutzungsrecht, einschließlich dem Bearbeitungsrecht, an dem Projekt auf die SKD.

4.9. Rücksendung nicht berücksichtigter Bewerbungen

Nicht berücksichtigte Arbeiten werden von den SKD nur auf Anforderung der Bewerber innerhalb von 8 Wochen nach Bekanntgabe der Preisträger*innen zurückgesandt. Erfolgt keine Anforderung innerhalb dieser Frist, erklärt damit der Bewerber, auf sein Eigentum an den eingereichten Unterlagen zu verzichten.

5. Zeitplan

24. Juni 2019: Bekanntgabe des Wettbewerbs

bis 26. August 2019: schriftliche Rückfragen

02. September 2019: Abgabe der Bewerbungen

04. und 05. September 2019: Jurysitzung

09. September 2019: Auslobung/Beauftragung

bis 20.12.2019: Zeitraum der Umsetzung

6. Bewerber

Name, Vorname                                ________________________________________________

Firma*                                                  ________________________________________________

Vertretungsberechtigung*             ________________________________________________

Adresse                                                ________________________________________________

E-Mailadresse                                    ________________________________________________

Telefonnummer**                             ________________________________________________

 

*Bitte um Angabe soweit einschlägig

**Freiwillige Angabe

 

Ich habe die Ausschreibungsbedingungen zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden.

 

_______________________________________

Datum, Unterschrift

 

7. Datenschutzhinweis

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erheben, speichern und nutzen auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO personenbezogene Daten der Bewerber. Dies ist zum Zwecke der Durchführung und Abwicklung des Verfahrens erforderlich, wobei folgende personenbezogene Daten verarbeitet werden:

Name, Vorname, Adresse, E-Mailadresse sowie ggf. Telefonnummer

Zudem werden auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO Vorname und Name der drei Preisträger*innen auf der Webseite der SKD veröffentlicht.

Eine Weitergabe der Daten an Dritte erfolgt nicht. Die Daten werden solange gespeichert, als dies zur Erfüllung der genannten Zwecke erforderlich ist und danach unter Einhaltung vertraglicher oder gesetzlicher Aufbewahrungsfristen gelöscht.

Bei Fragen zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden können Sie sich an unseren Datenschutzbeauftragten (datenschutzbeauftragter@skd.museum) wenden. Weitere Informationen, insbesondere zu Ihren Rechten, finden Sie zudem in unserer Datenschutzerklärung, welche unter www.skd.museum/datenschutz abrufbar ist.

gefördert durch die

Kulturstiftung

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