180 Ideen für Sachsen

Ein Outreach-Programm der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Fliegende Autos, Drohnen-Schwärme, Weltallkolonien, Kryonik und Kryptowährung – Utopie, Vision oder schon Gegenwart? Dem großen Thema „Zukunft“ haben die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) die Ausstellung Die Erfindung der Zukunft(10.05.—03.11.2019) im Japanischen Palais in Dresden gewidmet. Anhand von den Themen Zeit, Grenzen des Wachstums, Umwelt sowie Krieg und Werte zeigte die Ausstellung nicht nur Wege der Zukunft auf, sondern auch die Kraft von Kunst, bestehende Diskurse und Systeme zu hinterfragen und neue Perspektiven auf die Vergangenheit und Gegenwart zu öffnen. Die Grundlage des Ausstellungskonzepts bildete eine sachsenweite Befragung, in der die subjektiven Wahrnehmungen der Gegenwart, die Sorgen, Wünsche und Erwartungen an die Zukunft der 15 bis 35-Jährigen gesammelt wurden.

Im Rahmen der Ausstellung

Im Rahmen der Ausstellung starten die SKD ein umfangreiches Programm in der ganzen Region: „180 Ideen für Sachsen“. Die „180 Ideen“ verstehen sich hierbei als Modelle, Entwürfe oder Gegenentwürfe einer nahen Zukunft. Motor des Outreach-Programmes sind sowohl die wechselwirkende Beziehung von Land und Stadt als auch eine selbstkritische Überlegung zum Museum: Wie sieht das Museum der Zukunft aus? Gerade vor dem Hintergrund der rasch voranschreitenden Digitalisierung und der globalen, dichter werdenden Vernetzung muss man das zukünftige Museum nicht auch dezentraler und interaktiver denken?

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#180IdeenfürSachsen: Die Glocken von Mutzschen
#180IdeenfürSachsen: Die Glocken von Mutzschen

Ausgehend von dem erfinderischen Geist

Ausgehend von dem erfinderischen Geist Sachsens und dem historischen Potential der Sammlungen der SKD sollen neue, positiv aufgeladene Visionen der Gesellschaft und der Demokratie gemeinsam mit den Bürger*innen Sachsens erarbeitet und vorgestellt werden. Prägende Erfindungen in Sachsen waren beispielsweise 1650 die erste Tageszeitung in Leipzig, 1708 das erste europäische Porzellan in Meißen, die Kaffeefiltertüte (1908) oder der Teebeutel (1929). Die „180“ neuen Ideen und Zukunftsentwürfe sollen in Form von Workshops, Vorträgen, Diskussionen, künstlerischen Interventionen und kleinen Ausstellungen sowie Kursen und weiteren Vermittlungsformaten stattfinden. Über die Kooperation mit regionalen Partner*innen sollen damit auch diejenigen erreicht werden, denen ein Zugang zu den Museen der SKD möglicherweise erschwert wird, sei es durch gefühlte oder tatsächliche Hindernisse. Das Programm ist bewusst offen und flexibel angelegt, um auf die Wünsche der Partner in der Region reagieren zu können. Es sammelt Stimmen der Menschen ein und gibt diesen eine Plattform.

Das Programm im Überblick

SKD auf dem Land Karte

Digitale Angebote

Liebe virtuelle Besucher*innen,

an dieser Stelle möchten wir Euch verschiedene Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche anbieten, um zu Hause, alleine oder mit der Familie, kreativ zu werden.

Stop-Motion Workshop

Stop-Motion Workshop (ab 7 Jahre)
Drehe Deinen eigenen Film

Mit der Stop-Motion-Technik kannst Du Deinen eigenen Film drehen. Bei einem Filmdreh passiert nichts weiter als eine Überlistung Deines Gehirns: schnell nacheinander gezeigte Einzelbilder werden im Kopf zu einem bewegten Bild verarbeitet - also einem Film. Bei der Stop-Motion-Technik werden viele einzelne Fotos gemacht, bei denen die Figuren und Dinge immer ein kleines Stück verschoben werden und somit in Bewegung gesetzt werden.

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Halte schon einmal Popcorn und Getränke bereit, wenn Dein Film auf dem heimischen Bildschirm oder im Internet ganz groß raus kommt.

Zum Herunterladen: die Anleitung zum Stop-Motion Workshop

Du bist fertig und zufrieden mit Deinem Film? Dann schick ihn uns an outreach@skd.museum zu, oder poste es auf Instagram und verlinke uns mit @skd.museum!

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Ausmalbilder (jedes Alter)
Eine einfache Art zum kreativen Austoben. Drucke das Bild aus, male es an oder beklebe die Flächen mit unterschiedlichen Materialien. Als kleine Herausforderung kann es im Anschluss in einer neuen Umgebung platziert und fotografiert werden und unbekannte Orte in der Wohnung erkunden. Schicke uns ein Foto von deinen Entdeckungen und achte beim Fotografieren auf unterschiedliche Perspektiven und Blickwinkel. Was ändert sich, wenn man von oben, von unten oder ganz nah dran die Sachen fotografiert?

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Der Hase (nach: Feldhase, Hans Hoffmann nach Albrecht Dürer, um 1570)
Das Schokoladenmädchen
(nach Jean-Étienne Liotard, um 1744)
Die Blumen
(nach: Vase mit Blumen, Jan Baptist van Fornenburgh, um 1620)
Das Schloss
(nach: Deckelpokal in Form eines Schlösschens, Georg Mond, 1606, Dresden)
Das See-Einhorn (nach: See-Einhorn als Trinkgefäß, Elias Geyer, um 1600, Leipzig)
Der Mops (nach: Mops auf Kissen, Johann Joachim Kaendler, Modell 1747, bemalt um 1750/60, Meißen)
Die Katze (nach: Die Katze, Johann Gottlieb Kirchner, 1732, Meißen)
Der Ritter (nach: Ein Ritter mit einem Stab von vorne, unbekannt, deutsch, 15. Jh.)

Sende deine Bilder, Filme oder Fragen an: outreach@skd.museum

Jugendbeirat

Im Rahmen der „180 Ideen für Sachsen“ wird aktuell ein Jugendbeirat gegründet, welcher den SKD als Expertengremium zur Frage des Museums der Zukunft beratend zur Seite steht. Angelehnt an die Ausstellung „Die Erfindung der Zukunft“ von 2019, werden Fragen und Antworten nach einem Museum der Zukunft und einem guten Leben diskutiert und kreativ bearbeitet.

Gemeinsam mit Jugendlichen

Gemeinsam mit Jugendlichen und jungen Menschen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren werden gemeinsame Projekte entwickelt und umgesetzt. Bei regelmäßigen Treffen werden Formate gestaltet, die das Museum der Zukunft in den Mittelpunkt stellen. Austauschprogramme mit Jugendbeiräten anderer Städte wie Berlin und München sollen einen Wissens- und Erfahrungstransfer ermöglichen und allen Mitgliedern eine nachhaltige Plattform bieten. Der Jugendbeirat ist als Treffpunkt für kultur- und museumsinteressierte, junge Menschen gedacht, die aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft teilnehmen wollen.

Wir freuen uns

Leitfragen des Jugendbeirates sind: Wie soll und kann das Museum der Zukunft aussehen? Welche Programme und Formate wünschen sich Schüler*innen, Studierende und Auszubildende von den Staatlichen Kunstsammlungen?

Wir freuen uns auf interessierte, engagierte und neugierige junge Menschen und laden jeden ein, mit uns gemeinsam an diesem Projekt zu arbeiten und Teil des Jugendbeirates zu werden.

Nächste Termine:
Donnerstag, 14. Mai 2020, 17 Uhr
Donnerstag, 18. Juni 2020, 17 Uhr
Donnerstag, 9. Juli 2020, 17 Uhr
Donnerstag, 20. August 2020, 14 bis 18 Uhr
Freitag, 21. August 2020, 10 bis 16 Uhr

Für die Anmeldung bitte eine Mail an outreach@skd.museum schicken!

Kontaktieren Sie uns!

Angebot für Schulen

Das mobile Museum

Das mobile Museum ist auf Tour! Der Bus macht Station an verschiedenen Schulen in ganz Sachsen, um dort mit Schülerinnen und Schülern über zeitgenössische Kunst ins Gespräch zu kommen.

Mehr erfahren

© SKD, Foto: Oliver Killig
Das Mobile Museum zu Gast an der Grundschule Ruppendorf in Klingenberg

Verkunst noch mal!

»Verkunst noch mal« ist ein Format, das Museumsobjekte oder Repliken historischer mathematischer Instrumente direkt an die Schulen bringt.

Mehr erfahren

© Oliver Killig
Frisch gedruckt! im Gymasium Wilsdruff

Aktuelle Projekte und Veranstaltungen

Alle Veranstaltungen

In dieses Jahr wandert das Wandermarionettentheater »Dombrowsky« aus dem ostthüringischen Engertsdorf weiter durch Sachsen. Es steht in der Tradition der Familie Kressig-Dombrowsky und perfektioniert ihr Metier bereits in der siebten Generation. Neben lebendigen Theaterangeboten in kleineren ländlichen Gemeinden und Kleinstädten, bespielen die Dombrowskys auch außergewöhnliche Orte, wie die Quarzhöhle im Besucherbergwerk »St. Anna am Freudenstein nebst Troster Stolln« in Zschorlau oder die Pulverkammer im »Alten Kalkbergwerk« in Miltitz im Triebischtal bei Meißen. Die Marionetten und die kleine Bühne wurden in den 1990er-Jahren nach dem Vorbild des größeren, von 1917 stammenden Theaters der Puppenspielerfamilie angefertigt. Marx Kressig, der Urgroßvater der Familie, reiste seit 1900 auch durch Sachsen. Damals zogen noch viele dieser Gruppen mit ihren Wohnwagen von Gasthof zu Gasthof und brachten Theater bis in die entlegensten Ortschaften.Eine kleine Ausstellung bietet vor und nach den Vorstellungen einen Einblick in die Geschichte des Wandermarionettentheaters. Zudem stellt Lars Rebehn, Konservator der Puppentheatersammlung Dresden, nach ausgewählten Vorstellungen diese älteste ungebrochene und noch immer lebendige Theatertradition Deutschlands vor.

 

Vergangene Termine:
12. bis 16.03.20 in Hirschfeld
26. bis 30.09.19 in Mühlau
22. bis 25.10.19 in Langenreinsdorf
14. bis 17.11.19 in Rathendorf
22. bis  24.11.19 in Thiendorf und Tauscha

Dorit Schubert, Diplom-Designerin der Textilkunst aus dem Vogtland, zeigt in ihren Workshops, wie man die traditionelle Technik des Klöppelns nutzt, um modernen Schmuck herzustellen. Die alte Art des Spitze-Klöppelns wird mit Draht neu gedacht. Alle Teilnehmer*innen erstellen ihr eigenes, einzigartiges Klöppel-Schmuckstück, welches an einem Termin oder über mehrere hinweg gefertigt werden kann.

Aufgrund der begrenzten TeilnehmerInnen-Zahl bitten wir um Voranmeldung unter outreach@skd.museum. Kurs und Material sind kostenlos.

Veranstaltungsort
Alte Jagdschloss in 04779 Wermsdorf, Seminarraum, Begegnungszentrum

Termine
5. September 2020 - 11-16 Uhr
19. September 2020 - 11-16 Uhr
17. Oktober 2020 - 11-16 Uhr

Videos

Bereits realisierte Projekte:

Wettbewerb

Zu dem Kunst-Parcours »MIT.NACHBARN« des Dresdner Künstlers Helge-Björn Meyer, der am Samstag, dem 23. November 2019, in Oderwitz / Sachsen entsteht, laden die Gemeinde Oderwitz und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden recht herzlich ein!

Auf der Fahrradtour, die von der Oderwitzer Bürgermeisterin Adelheid Engel angeführt wird, werden zwölf künstlerische Positionen besucht, die in privaten und öffentlichen Räumen zu erleben sind. So wird Oderwitz gemeinschaftlich mit künstlerischen Mitteln erkundet und neu gesehen: durch eine Videoinstallation des Berliner Filmemachers RP Kahl an einer Häuserwand, ein Tanzstück des schweizerisch-spanischen Choreografen-Duos Anne Poncet-Staab und Josep Caballero Garcia im Wartehäuschen bis hin zur gestischen Malerei der Leipziger Künstlerin Britta Schulze, die vor den Augen der Besucher*innen ein Gemälde entstehen lässt.

Hierfür öffnen Oderwitzer Bürger*innen ihre Privat- und Geschäftsräume, werden zu Gastgeber*innen für temporäre Kunstwerke, regen zum generationsübergreifenden Dialog und Austausch über Oderwitz an und eröffnen die Möglichkeit, sich selbst künstlerisch einzubringen. Beispielsweise entsteht im HOF.THEATER im Reiterhof der Familie Herzog aus von Oderwitzer*innen mitgebrachten Erinnerungsstücken und persönlichen Erzählungen ein Materialtheaterstück zu aktuellen Fragen: Wie leben wir? Wie wollen wir leben? Was macht Oderwitz heute aus?

Die Teilnahme ist kostenfrei, ein eigenes Gefährt ist mitzubringen.

Termin : 23.11.2019, Start: 14:00 Uhr, bis circa 20:00 Uhr

Stationen:
1. Feuerwehrhof, Freiwillige Feuerwehr Oderwitz e.V., Dorfstraße 82
2. Buswartehäuschen
3. Schule
4. Kirche Oberoderwitz
5. Wiese am Wald
6. Feier-Scheune Familie Nowak
7. Reithof Familie Herzog, Reithalle
8. Reithof Familie Herzog, Kaminzimmer
9. Sitzungssaal Gemeindeverwaltung
10. Alte Webfabrik, Hof
11. Kretscham, Saal
12. Kretscham, Keller und Hof

Künstler*innen:
Helge-Björn Meyer (künstlerische Leitung), Larissa Jenne, Anne Poncet & Josep Caballero Carcía, RP Kahl & Laura Tonke, Katja Keya Richter, Britta Schulze, Veronika Reichl, Oliver Grube & Sebastian Hansel, Stephanie Keitz

Bürger*innen der Gemeinde Oderwitz:
Frau Hermann - Volkschor Oderwitz e. V., Frau Reich - Wetterkabinett, Elisabeth Böhmer - Kirchengemeinde Oberoderwitz, Familie Nowak, Familie Herzog, Julia Glathe - Erfinderkiste, Anjana Engel - Kretscham e.V., Günter Ebermann sowie Helfer*innen

Kooperationspartner
tristan Production | Management | Event UG, Alaunstraße 68a, 01099 Dresden, Isolde Matkey
Gemeinde Oderwitz
Richter Meyer Marx

Im Projekt »DRIVE BY« der Leipziger Künstlerin Lisa Wölfel, welches eines der Preisträger-Projekte im Wettbewerb im Rahmen der »180 Ideen für Sachsen« ist, wird gemeinsam mit interessierten Menschen ein neues Ausstellungsformat erarbeitet: In Zusammenarbeit mit Leipziger Künstler*innen werden Gemeinschaftsgemälde entstehen, die anschließend in einer mobilen Ausstellung auf Lastenfahrrädern durch die Region reisen: An den Wochenenden werden die Räder mit den Bildern im Museum zu sehen sein, unter Woche sind sie als mobile Ausstellung in der Region rund um Glauchau unterwegs.

Die gemeinsame Arbeit und die mobile Ausstellung werden fotografisch festgehalten; diese Dokumentation geht wiederum selbst – stetig wachsend – in die Ausstellung ein. Durch die gemeinsame Arbeit an den Bildern und das Zeigen vor Ort wird Kunst, die sonst dem Museumsraum vorbehalten ist, auch außerhalb dessen zugänglich und erfahrbar.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eingeladen ist jeder, besondere Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Termine
01. bis 06.12.2019: Produktion der Bilder
07. bis 22.12.2019: Mobile Ausstellungen unter der Woche & Museumsausstellung am Wochenende
20.12.2019, 19.00 Uhr: Finissage

Ort und Kooperationspartner
Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, Glauchau
Galerie art gluchowe e. V., Glauchau

Akteure
Lisa Wölfel (künstlerische Leitung)
Michael Eppler
Sally Frey

Kirchenglocken strukturieren das Leben in christlichen Gebieten seit Jahrhunderten akustisch. Ob sie zum Gebet rufen, als Sturmwarnung, Zeitmesser oder Friedensglocke läuten, sie sind Teil der Kultur- und Kommunikationsgeschichte.

In Sachsen wurden im ersten und zweiten Weltkrieg mehr als 3.000 Bronzeglocken eingezogen, um daraus Kanonenrohre und Munitionsteile zu gießen. So weit wie möglich erstanden die Gemeinden in den Nachkriegsjahren neue Glocken, die jedoch des Geld- und Materialmangels wegen aus minderwertigem Stahl hergestellt wurden. Damit geht ein Klangunterschied einher. Sie sind dicker und kleiner als Bronzeglocken und deshalb heller und blecherner im Ton. So änderte sich der Klang der Glocken von Mutzschen von es`-g`-b` (Es-Dur) zu fis`-ais`-cis` (Fis--Dur).

Diese Veränderung erfährt in der Performance und Installation eine partizipative und bildhauerische Würdigung. Gemeinsam mit der Jungen Gemeinde und Bürger*innen von Mutzschen wird der Kirchenchor die »Variationen über es-g-b und fis-ais-cis« in einer Raumkomposition zur Aufführung bringen. Als visuell-akustisches Pendant wird es gleichzeitig auf dem Marktplatz vor der Kirche unter den drei Buchstaben P A X, die im Winkeralphabet als Signalflaggen an einer Gerüstinstallation angebracht sind, tönen, pfeifen, quietschen und rasseln. „Make some Noise for Peace“ ist hier der Wahlspruch, der die kinetische Installation laut werden lässt.

Termine
Aufführung: 04.12.2019, 18:30 Uhr
Installation: 04. – 10.12.2019

Ort
Marktplatz, 04668 Mutzschen

Akteure
Kirchenchor, Junge Gemeinde und Bürger*innen von Mutzschen
Künstlerische Leitung: Anna Schimkat
Projektleitung: Ute Hartwig-Schulz, Künstlergut Prösitz
Chorleitung: Katharina Nicolaus
Organist: Tobias Nicolaus
Glöckner: Gero Weigelt

Ziel des Outreach-Projektes „180 Ideen für Sachsen“ ist es, die Menschen in Sachsen, besonders in den ländlichen Regionen, mit Kultur- und Bildungsangeboten besser zu erreichen und den Kontakt der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) besonders zu jungen Menschen zu stärken. Wir möchten vor allem junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren ansprechen und über kreatives Gestalten einen offenen Diskurs über die Gestaltung der Gesellschaft anstoßen. Dazu werden in ganz Sachsen Veranstaltungen unterschiedlichster Formate stattfinden. Hierfür möchten wir Künstler und Kunsthandwerker einladen, partizipative und interaktive künstlerische Projekte zu konzipieren und umzusetzen.

Regionaler Bezug, Partizipation und Nachhaltigkeit

Mit dem Outreach-Programm „180 Ideen für Sachsen“ möchten die SKD gemeinsam mit regionalen Partner*innen und Bürger*innen aktiv an den „180 Ideen“ arbeiten. Vor dem Hintergrund des wachsenden Anspruches auf das Recht auf Mitsprache, das besonders in sozialen Medien zum Ausdruck kommt, sind Kulturinstitutionen aufgefordert, ihre Arbeitsweisen und Positionen zu hinterfragen und eine Plattform für Austausch, Diskussion und Mitgestaltungsmöglichkeiten zu bieten. Mit dem Outreach-Programm möchten wir Menschen aktiv am kulturellen Geschehen beteiligen und mit ihnen gesellschaftlich relevante Fragen diskutieren. Offenheit und Dialog stehen dabei an erster Stelle.

Wir möchten Schwellen zwischen Kunst, Museum und den Menschen abbauen. Über interaktive und partizipative Veranstaltungen sollen wechselseitige Lern- und Erfahrungsprozesse angestoßen werden. In unterschiedlichsten Formaten sollen aktuelle Themen aus den Blickwinkeln der Künste verhandelt werden.

Mit der Vielzahl der Projekte sollen auch nachhaltige Strukturen für eine langfristige kulturelle Teilhabe und ein breiteres dezentrales Engagement der SKD geschaffen werden. Daher gilt es, das Programm und seine Teilprojekte nachhaltig anzulegen und die Ergebnisse weiter nutzbar zu machen.

Themen

Das Programm steht unter dem Motto „Zukunft“: Wie stellen sich die Menschen die Zukunft vor? Welche Themen sind aktuell wichtig und werden die Zukunft bestimmen? Daher sollen ausdrücklich auch gesellschaftliche Fragestellungen zur Debatte gestellt werden:

  • Mobilität, Reisen, Grenze, Migration, demografischer Wandel, digitale Mobilität und Vernetzung
  • Verantwortung und Gedächtnis, Wechsel zwischen und Verhältnis der Generationen, Individuum und Masse
  • Mensch, Natur und Umwelt, Klimawandel, Verknappung der Ressourcen

Rahmenbedingungen

1. Auslober

Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Taschenberg 2
01067 Dresden

vertreten durch die Generaldirektorin Prof. Dr. Marion Ackermann und den Kaufmännischen Direktor Dirk Burghardt.

2. Aufgabe und Anforderungen

Die Bewerber*innen sollen für das Outreach-Projekt „180 Ideen für Sachsen“ der SKD ein partizipatives und interaktives künstlerisches Projekt konzipieren und im genannten Zeitraum in Abstimmung mit dem Auftraggeber konkret planen und vor Ort umsetzen:

  • Möglich sind künstlerische Formate aller Art in der ländlichen Region von Sachsen.
  • Die Projekte müssen partizipativ und interaktiv angelegt sein, sich an den oben genannten Themen sowie an der Zielgruppe orientieren und einen regionalen Bezug haben.
  • Kooperationen mit Partnern vor Ort sind ausdrücklich erwünscht.
  • Das Projekt wird im Rahmen des Outreach-Projektes „180 Ideen für Sachsen“ durchgeführt. Die diesbezügliche Kooperation mit anderen Projektteilnehmern, Partnern und Akteuren, bspw. im Rahmen des Marketing/Pressearbeit, wird vorausgesetzt.

3. Wettbewerbsleistungen

Jeder Bewerber*in kann einen Entwurf einreichen. Erwartet werden ein Konzept zu einem partizipativen und interaktiven Kunstprojekt (gern mit Bildern/Skizzen) mit Vorschlag eines Ortes der Umsetzung, ein detaillierter Zeitplan für die Umsetzung sowie eine detaillierte Kostenaufstellung; diese darf das für die Realisierung zur Verfügung stehende Gesamtbudget von 10.000 Euro (brutto) nicht übersteigen.

Entwürfe, die den oben genannten Anforderungen nicht entsprechen, können im Rahmen des Wettbewerbs nicht berücksichtigt werden.

4. Verfahren

4.1. Abgabe

Die Bewerbungen sind unter Kennzeichnung „Kunstprojekt 180 Ideen“ bis zum 02. September 2019 einzureichen an:

per Mail: Franziska.mueller.extern@skd.museum

oder per Post:

Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Frau Dr. Franziska Müller
Betreff: Kunstprojekt 180 Ideen für Sachsen
Residenzschloss
Taschenberg 2
01067 Dresden

4.2. Jury

Die Bewerbungen werden anonym an eine Jury übergeben, welche nach einem Punktsystem die Preisträger auswählt. Die Jury wird aus vier Experten aus dem Bereich Bildende Kunst, Museums- und Ausstellungswesen, Inklusion sowie zur regionalen Entwicklung bestehen.

4.3. Bewertungskriterien

Die drei Preisträger*innen werden nach folgenden Kriterien ausgewählt:

  • Konzept (Ästhetik und Innovation, Passgenauigkeit zum Projekt der „180 Ideen für Sachsen“ anhand Partizipation, Interaktion, Zielgruppenspezifik und thematischer Bearbeitung, Realisierbarkeit): 70%
  • Zugänglichkeit der Leistung für Menschen mit Behinderung und/oder nachhaltige Eigenschaften: 30%
  • Wirtschaftliches Angebot: 10%

Die prämierten Skizzen werden unter Nennung ihrer Urheber auf der Internetseite der SKD veröffentlicht.

4.4. Honorar

Unter den Bewerber*innen werden drei Projekte von der Jury ausgewählt, welche bis Ende des Jahres umgesetzt werden sollen.

Die drei Preisträger*innen erhalten jeweils ein Honorar von 2.500 Euro (netto).

Die Honorare können nur bei Einhaltung dieser Wettbewerbsbedingungen ausgezahlt werden.

4.5. Rückfragen

Eventuelle Rückfragen zur Ausschreibung können Sie bis zum 26. August schriftlich per Mail an Franziska.mueller.extern@skd.museum richten.

4.6. Einzureichende Unterlagen

Folgende Unterlagen sind einzureichen:

  • Anschreiben
  • Portfolio und ggf. Liste der Ausstellungen
  • Konzept zu einem partizipativen und interaktiven Kunstprojekt, gern mit Bildern/Skizzen, mit Vorschlag eines Ortes der Umsetzung (auf bis zu 5 DinA4 Seiten)
  • detaillierter Zeitplan für die Umsetzung
  • detaillierte Kostenaufstellung (welche 10.000 Euro brutto nicht übersteigt)
  • vom Bewerber*in ausgefülltes und unterschriebenes Blatt zu Wettbewerbsbedingungen
  • vom Bewerber*in unterschriebenes Nachweis einer gültigen Haftpflichtversicherung

4.7. Realisierung

Die ersten drei Preisträger*innen werden von den SKD mit der Umsetzung ihres Entwurfes entsprechend des jeweiligen Angebots auf Grundlage dieser Wettbewerbsbedingungen beauftragt. Für die Umsetzung stehen den Preisträgern entsprechend der unter Nr. 3 genannten Kostenaufstellung ein Budget von jeweils max. 10.000 EUR (brutto) zur Verfügung. Hiermit sind sämtliche für die Umsetzung anfallenden Kosten abzugelten.

Der Betrag von max. 10.000 EUR (brutto) wird nicht an den Preisträger*in ausgezahlt. Sämtliche Aufträge werden nach Vorbereitung durch den Preisträger*in durch die SKD ausgelöst und die daraus resultierenden Rechnungen an die SKD als Rechnungsempfänger gerichtet. Die SKD sind als öffentliche Einrichtung an die Gesetze zur Vergabe öffentlicher Aufträge gebunden. Bei der Realisierung des Projektes durch den Wettbewerbsteilnehmer*in ist für Beauftragungen bzw. Beschaffungen das Sächsische Vergabesetz in seiner aktuellen Fassung anzuwenden.

4.8. Rechteübertragung

Der Bewerber*in sichert mit seiner Teilnahme am Wettbewerb zu, dass sämtliche Rechte an seinem eingereichten Entwurf bei ihm liegen. Der Bewerber*in überträgt den SKD das Recht, den Entwurf zur Durchführung des Wettbewerbs sowie im Anschluss zu Dokumentationszwecken zu nutzen.

Der Bewerber*in versichert zudem mit seiner Teilnahme am Wettbewerb, dass mit dem eingereichten Entwurf sowie den Bestandteilen desselben und dessen Nutzung durch die SKD keine Rechte Dritter verletzt werden. Er wird die SKD insoweit von etwaigen Ansprüchen Dritter freistellen. Sollten bezüglich Satz 1 berechtigte Zweifel aufkommen oder bestehen, sind die SKD befugt, den eingesendeten Entwurf vom Wettbewerb auszuschließen bis rechtlich unwiderruflich geklärt ist, dass mit dem Entwurf keine Rechte verletzt wurden. Treten nach der Prämierung eines Entwurfes berechtigte Zweifel auf, können die SKD den Entwurf zurückziehen. Die SKD wählen in dem Fall einen anderen Gewinner-Entwurf aus.

Die ersten drei Preisträger*innen übertragen mit Abnahme des Projektes das Eigentum sowie das ausschließliche, unbeschränkte und übertragbare Nutzungsrecht, einschließlich dem Bearbeitungsrecht, an dem Projekt auf die SKD.

4.9. Rücksendung nicht berücksichtigter Bewerbungen

Nicht berücksichtigte Arbeiten werden von den SKD nur auf Anforderung der Bewerber innerhalb von 8 Wochen nach Bekanntgabe der Preisträger*innen zurückgesandt. Erfolgt keine Anforderung innerhalb dieser Frist, erklärt damit der Bewerber, auf sein Eigentum an den eingereichten Unterlagen zu verzichten.

5. Zeitplan

24. Juni 2019: Bekanntgabe des Wettbewerbs

bis 26. August 2019: schriftliche Rückfragen

02. September 2019: Abgabe der Bewerbungen

04. und 05. September 2019: Jurysitzung

09. September 2019: Auslobung/Beauftragung

bis 20.12.2019: Zeitraum der Umsetzung

6. Bewerber

Name, Vorname                                ________________________________________________

Firma*                                                  ________________________________________________

Vertretungsberechtigung*             ________________________________________________

Adresse                                                ________________________________________________

E-Mailadresse                                    ________________________________________________

Telefonnummer**                             ________________________________________________

 

*Bitte um Angabe soweit einschlägig

**Freiwillige Angabe

 

Ich habe die Ausschreibungsbedingungen zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden.

 

_______________________________________

Datum, Unterschrift

 

7. Datenschutzhinweis

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erheben, speichern und nutzen auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO personenbezogene Daten der Bewerber. Dies ist zum Zwecke der Durchführung und Abwicklung des Verfahrens erforderlich, wobei folgende personenbezogene Daten verarbeitet werden:

Name, Vorname, Adresse, E-Mailadresse sowie ggf. Telefonnummer

Zudem werden auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO Vorname und Name der drei Preisträger*innen auf der Webseite der SKD veröffentlicht.

Eine Weitergabe der Daten an Dritte erfolgt nicht. Die Daten werden solange gespeichert, als dies zur Erfüllung der genannten Zwecke erforderlich ist und danach unter Einhaltung vertraglicher oder gesetzlicher Aufbewahrungsfristen gelöscht.

Bei Fragen zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden können Sie sich an unseren Datenschutzbeauftragten (datenschutzbeauftragter@skd.museum) wenden. Weitere Informationen, insbesondere zu Ihren Rechten, finden Sie zudem in unserer Datenschutzerklärung, welche unter www.skd.museum/datenschutz abrufbar ist.

Impressionen

Workshops

"Unweit des Burgberges soll ein Einsiedler Namens Wernar gelebt haben, der die vorüberziehenden Reisenden vor den Räubern warnte, die damals in dieser wüsten Gegend hausten..." [ Aus der Sage zur Entstehung von Varnsdorf]

Eine Spurensuche nach dem Wesen von Varnsdorf und Großschönau

In der Woche vom 24. Februar bis 28. Februar 2020 werden Mythen aus der Region Varnsdorf und Großschönau wieder lebendig. Schüler*innen der Pestalozzi-Oberschule setzen sich mit regionalen Sagen auseinander und entwickeln neue Interpretationen zu den über die Landesgrenzen hinweg bekannten Geschichten. Insbesondere der Namensgeber von Varnsdorf „Wernar“ wird genauer betrachtet und seine Verbindungen zur Weberei und Textilindustrie deutlich gemacht. Durchgeführt wird das kunstpädagogische Projekt mit dem Künstler Michael Melerski und der Künstlerin Heidi Morgenstern. Der Workshop findet in Zusammenarbeit mit der achten Klasse der Pestalozzi-Oberschule Großschönau statt. Die Arbeitsergebnisse des Workshops werden bei einer Ausstellung am 27. Februar 2020 um 18 Uhr im Stadttheater Varnsdorf präsentiert. Am 28. Februar um 15 Uhr sind alle zu einem Lichtumzug von der Schule zum Deutschen Damast- und Frottiermuseum eingeladen. Im Museum folgt um 17 Uhr ein Vortrag zum Thema: "Die Welt im Quadrat - eine Betrachtung zu Karomuster und Webtechnik" mit anschließendem Ausklang ab 18 Uhr.

Kooperationspartner
Pestalozzi-Oberschule Großschönau
Deutschen Damast- und Frottiermuseum
Theater Varnsdorf
Heidi Morgenstern
Michael Melerski

Insbesondere das multifunktionale MDW-Programm der Deutschen Werkstätten Hellerau, entworfen von Rudolf Horn, erfreut sich seit Mitte der 1960er Jahre großer Bekanntheit und ist bis heute beliebt. Ähnliche Beispiele modularer Regalwände wurden seit den frühen 1960er Jahren produziert – so zum Beispiel auch in Polen, wo Maciej Chmara und Ania Rosinke geboren sind. Dort heißt die Möbelwand frei übersetzt „mebloscianka“.

Die Möbel waren Teil eines sozial geprägten Wohn- und Lebensmodells. Die Entwürfe waren funktional, langlebig und so angelegt, dass sie oft über Jahrzehnte hinweg nahezu unverändert produziert werden konnten. Heute nutzen viele Menschen sowohl den Stauraum, also auch die gesamte Wohnung anders als noch vor 50 Jahren. Dementsprechend müsste auch eine Regalwand anders konzipiert sein: Wir haben keine Röhrenfernseher mehr, keine Tonbandgeräte, oft kleinere Bücherregale, die nur noch unsere Lieblingsbücher beherbergen und der Schallplattenspieler findet sich auch meist nur bei audiophilen Personen oder Retroliebhabern.

  • Wie also kann man die Prinzipien der Regalwand in die Produktkultur der heutigen Zeit transferieren?
  • Wie sieht die Rolle einer solchen Regalwand heute aus? Was lagert man dort, was exponiert man?
  • Kann ein solches Möbel heute noch das Zentrum einer zeitgenössischen Einraumwohnung oder eines Lofts bilden?
  • Steht dieses Möbel heute an der Wand oder ist es beidseitig nutzbar und steht statt einer Trennwand mitten in der Wohnung?
  • Beherbergt es womöglich auch andere Funktionen wie z. B. Küche, Bad?
  • Wie realistisch ist ein sich wandelndes Möbel heutzutage?

Gemeinsam mit dem Design-Duo Chmara.Rosinke - Maciej Chmara & Ania Rosinke – widmen wir uns dem Prinzip der Regalwand und erforschen gemeinsam die Möglichkeiten und Herausforderungen eines derartigen Möbelsystems für den heutigen Wohnstil.

Termine
Samstag, den 22.02.2020, 10 bis 17 Uhr

Ort
Deutsches Stuhlbaumuseum Rabenau, Lindenstraße 2, 01734 Rabenau

Der Workshop ist kostenlos.
Die Anmeldung erfolgt unter Nils.Hilkenbach@skd.museum.
Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen beschränkt.
Fahrgemeinschaften ab/an Dresden können organisiert werden.

Welches Potential bieten leere Bahnhofs-Räume im ländlichen Raum Sachsens für Kunst und Kultur, für Bildung und Soziales? Wie können diese Räume für die Gesellschaft nutzbar gemacht werden? Mit welchen vielfältigen Ideen und Nutzungsvorschlägen können sie bespielt werden?
Diesen Fragen geht der Workshop, der im Rahmen des Projektes "180 Ideen für Sachsen" in einer Kooperation mit dem Kulturbahnhof Bad Düben und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden stattfindet, nach.
Gesucht werden Ideen für die zukünftige Nutzung der Räumlichkeiten des Kulturbahnhofs. Die entwickelten Zukunftsvisionen werden anhand kreativer audio-visueller Techniken sichtbar gemacht. Während dieses Prozesses besteht die Möglichkeit zu Austausch und Diskussion der Teilnehmenden.

Anmeldung: info@bahnhofsgenossenschaft-duebenerheide.de
Eintritt frei

Termine
14. Dezember 2019, 10 bis 19 Uhr inkl. Mittagpause mit kleinem Snack

Ort
Kulturbahnhof Bad Düben, Bahnhofsgenossenschaft Dübener Heide e.G.

Kossaer Straße 11
06905 Bad Schmiedeberg OT Söllichau

Immer online, immer up to date und ständig erreichbar. In Zeiten fortschreitender Digitalisierung geht der direkte Bezug zur Natur immer mehr verloren. Im Workshop mit „Artourette“ werden anhand unterschiedlicher Gestaltungstechniken aus dem Bereich des Graffiti Berührungspunkte zwischen Mensch und Natur gesucht und im Anschluss gezeichnet, gemalt oder gesprüht. Mit Markern, Spraydosen oder Farben werden individuelle Ideen umgesetzt und können einen Platz an den Wänden bei BASTA! finden.

Eintritt frei!

Anmeldung unter: basta.goerlitz@gmx.de

Termin
7. Dezember 2019, 13.00 bis 19.30 Uhr
Ort

Jugendkulturzentrum BASTA!, Hotherstr. 25, 02826 Görlitz

Plastikfrei leben - ist das heutzutage überhaupt machbar? Und wenn ja, bedeutet es totalen Verzicht? Welche einfachen Tricks gibt es, um den Alltag plastikfreier zu gestalten? Und wo ist überall Plastik drin? Diesen Fragen wollen wir uns einen ganzen Tag lang widmen. Es gibt viele nützliche Informationen zum Thema, Gesprächs- und Filmbeiträge sowie einen Workshop zur Herstellung von plastikfreier Naturkosmetik.

Teilnahme kostenfrei. Anmeldung unter maik@second-attempt.de

Termin
Samstag, 23.11.2019, 10.00 bis 18.00 Uhr

Ort
Wilder Westen, Leipziger Straße 23, 02826 Görlitz

Im Seifersdorfer Tal wurde zu Ende des 18. Jahrhunderts einer der ältesten Landschaftsgärten Deutschlands angelegt. In einer Reihe von Workshops wird die Erkundung der Natur verbunden mit der Erprobung und Umsetzung verschiedenster grafischer und Illustrationstechniken. Angeleitet werden die Workshops von der Waldpädagogin Claudia Scharf sowie den Illustratorinnen Helma Janssen und Aurélie Fyferling. Parallel dazu wird eine lokalspezifische Geschirrkollektion zur Flora und Fauna im Seifersdorfer Tal entwickelt.

Die Kooperation mit dem Orla e. V. bindet den Workshop zugleich in vor Ort bereits etablierte künstlerische Positionen ein. Die intensive gestalterische Auseinandersetzung mit der Natur als Lebensraum ist zeitgleich in Andreas Hetfelds Nestbau-Projekt unter dem Titel ReWIR.part.1 erfahrbar. Der ortsansässige Künstler Werner Juza, der sich ebenfalls dem Thema Natur als schützenswertem Lebensraum widmete, bietet im Rahmen der Reihe eine Lesung an.

Termine
13.10.2019, 13–19 Uhr  |  Workshop I
19.11.2019, 20 Uhr  |  Zwischenpräsentation mit grafischer Lesung des Künstlers Werner Juza
23.und 24.11.2019, 13–19 Uhr  |  Workshop II
07.12.2019, 13–19 Uhr  |  Workshop III
Geplant ist eine Abschlusspräsentation am 14.12.2019.

Ort
Orla e. V., Hauptstraße 66, 01454 Wachau

Kooperationspartner
Orla e. V.
Claudia Scharf Waldpädagogin
Luks Design Helma Jansen & Aurélie Fyferling    Illustratorinnen
Ahoi Marie

Wie willst Du leben? – Dieses Projekt soll ein Anstoß sein, sich Gedanken über die Zukunft zu machen und über das Morgen nachzudenken. Im Workshop mit dem Künstler Thomas Reimann geht es um die Frage, wie wir heute leben und morgen leben wollen. Wo seht Ihr Eure Zukunft? Wie stellt Ihr Euch Euer künftiges Wohnumfeld vor?

Dazu wird das eigene aktuelle Wohnumfeld zunächst fotografisch dokumentiert, um davon ausgehend Visionen für das künftige Wohnen in der Stadt oder auf dem Land zu entwickeln. Mittels verschiedenster künstlerischer Techniken werden die Ideen umgesetzt und kreativ gestaltet.

Termine
09.11.2019, 15–18 Uhr  |  Auftakt-Workshop
16. und 17.11.2019, 11–18 Uhr  |  2-tg. Workshop

Ort
„Kulturshop“, Tuchmacherstraße 18, 02625 Bautzen

Wer oder was will ich sein? In welchem Beruf werde ich arbeiten? Welche Tätigkeitsfel-der wird es in Zukunft geben, welche neuen Arbeitsbereiche entstehen? Diesen Fragen und Möglichkeiten gehen wir nach, diskutieren sie, fantasieren und erproben sie ge-meinsam. In einem 1,5-tägigen Workshop werden wir uns zuerst diese Fragen stellen, um dann mutige Antworten zu geben, wie unsere eigene und die gemeinschaftliche Zu-kunft sich durch alte und neue Berufe entwickeln kann und soll. Damit das nicht nur graue Theorie bleibt, erdenken, erfinden und gestalten wir Masken und Kostüme und halten fotografisch fest, wie wir uns die zukünftige Arbeitswelt vorstellen und welche Rolle wir darin einnehmen wollen.

Termine
27. - 28.09.2019

Ort
Centro Arte Monte Onore e.V., Ehrenberg

Kooperationspartner
Förderkreis Centro Arte Monte Onore e.V.
Pier Giorgio Furlan
Marek Pozniak

Weitere Veranstaltungen

Das Wort „Heimleuchten“ erinnert uns an eine flackernde Kerze im Fenster, an eine brennende Laterne, die uns in der Dunkelheit den Weg weist zu einem Ort, an dem wir einkehren können und an dem wir sagen „endlich zuhause“.

Die ausstellenden Künstler begreifen „Zuhause“ und „Heimat“ nicht als Ort, sondern als Gefühl, das sich überall dort einstellt, wo wir uns sicher fühlen. Sie verbinden „zuhause sein“ mit „man selbst“ sein, den eigenen Ort mit der eigenen Identität. So sind Marten Schechs Kellerhäuser eine „Heimleuchtung“ im Sinne des Hauses als Schutzort und als kultureller Speicher, die der Mensch für sich erdacht und für Generationen konstruiert hat. Es steht „verwurzelt“ an seinem Ort und gilt als Narrativ für Sicherheit und Wärme – bis es ausgegraben und weggetragen wird... Anja Heymann beschreibt das „leuchtende Heim“ als hellen, warmen und schönen Ort, den man mit seinen eigenen Spuren versieht, als Hort, an dem sich die Trophäen des Alltags ansammeln. Es ist ein Ort, der Vorfreude auslöst, an dem wir unsere Intimität ungestört ausleben können und frei sind im Sein und Handeln. Für Levi Wolffe liegt dieser Ort im digitalen Raum. In der digitalen Welt ist er zuhause, denn dort sei man „frei und sicher, dort kann man sein, was und wer man will, es ist ein unendlicher Raum mit unendlichen Möglichkeiten, in dem jeder für sich selbst bestimmt, was passiert. Die einzigen Regeln, die es gibt, setzt man sich selbst.“ Bernd Selle verlagert die Begriffe „Identität“ und „Heimat“ konsequent in den Bereich des Assoziativen und Empfundenen. Seine Bilder entwickeln sich in einem körperbetonten, unmittelbaren Malprozess. Bei der Rezeption der Gemälde taucht der Betrachter in einen lebendigen Bildkosmos ein. Farben und Formen scheinen ein Eigenleben besitzen und sind in einem kreativen Spiel begriffen. Das leuchtende Farbspektrum und die lichte, harmonische Grundstimmung der Gemälde stellen assoziative Bezüge zum Titel „Heimleuchten‟ her. Alex Lebus Arbeit „Das Rad“ zu den Zeichen Alpha und Omega, dem ersten und letzten Buchstaben des griechischen Alphabets, dem Anfang und dem Ende, verweist dagegen auf einen Zwiespalt: Das Leben ist ein Kreislauf und das Heim eine Illusion, denn es ist überall ebenso wie es nirgends ist; verspürt man es in sich selbst, ist es ewig. So wird die Verbindung von Alpha und Omega so lange weitergedruckt, bis die einmal aufgetragene Druckfarbe aufgebraucht ist.

Die Ausstellung wird erweitert um Arbeiten der Künstler Jimmie Durham und Bojan Šarčević aus der Schenkung Sammlung Hoffmann. Sie arbeiten ebenfalls mit den Motiven persönlicher Herkunft und Identität, der Erinnerung und des Zuhauses und stellen das menschliche Sein auf die Probe.

Termine

Laufzeit: 02. Dezember 2019 – 25. Januar 2020
01.12.2019, ab 15:00 Uhr: Ausstellungseröffnung mit Performance (17:00 Uhr)
25.01.2019, ab 15:00 Uhr: Finissage

Ort
Raum mit Aussicht, August-Bebel-Straße 38, 04824 Beucha
Öffnungszeiten, Dienstag – Samstag, 14 – 19 Uhr oder nach Absprache

Mit Malerei, Objekt, Installation, Performance und Videoarbeiten von Anja Heymann, Alex Lebus, Marten Schech, Bernd Selle, Levi Wolffe, Jimmie Durham und Bojan Šarčević.

Mehr als zwanzig Jahre lang war der in Dresden geborene und in Berlin lebende Fotograf Christian Borchert (1942–2000) ein regelmäßiger Gast in Wuischke/Wuježk. Hier hatte eine Gruppe von Schriftsteller*innen (Elke Erb, Adolf Endler, Kito Lorenc, Heinz Czechowski) seit den frühen 1970er Jahren nach und nach drei beieinanderliegende Gehöfte erworben, um am Fuße des Czorneboh in größtmöglicher Distanz zum offziellen Kulturbetrieb der DDR zu leben, zu arbeiten und sich mit befreundeten Künstlern auszutauschen. Mit Bildern und Texten wird vor Ort an die kulturhistorische Bedeutung des kleinen Dorfes in der sorbischen Oberlausitz erinnert.

Zur Ausstellung

In diesen Herbst wandert das Wandermarionettentheater »Dombrowsky« aus dem ostthüringischen Engertsdorf durch Sachsen. Es steht in der Tradition der Familie Kressig-Dombrowsky und perfektioniert ihr Metier bereits in der siebten Generation. Neben lebendigen Theaterangeboten in kleineren ländlichen Gemeinden und Kleinstädten, bespielen die Dombrowskys auch außergewöhnliche Orte, wie die Quarzhöhle im Besucherbergwerk »St. Anna am Freudenstein nebst Troster Stolln« in Zschorlau oder die Pulverkammer im »Alten Kalkbergwerk« in Miltitz im Triebischtal bei Meißen. Die Marionetten und die kleine Bühne wurden in den 1990er-Jahren nach dem Vorbild des größeren, von 1917 stammenden Theaters der Puppenspielerfamilie angefertigt. Marx Kressig, der Urgroßvater der Familie, reiste seit 1900 auch durch Sachsen. Damals zogen noch viele dieser Gruppen mit ihren Wohnwagen von Gasthof zu Gasthof und brachten Theater bis in die entlegensten Ortschaften.Eine kleine Ausstellung bietet vor und nach den Vorstellungen einen Einblick in die Geschichte des Wandermarionettentheaters. Zudem stellt Lars Rebehn, Konservator der Puppentheatersammlung Dresden, nach ausgewählten Vorstellungen diese älteste ungebrochene und noch immer lebendige Theatertradition Deutschlands vor.

Vergangene Termine:
26. bis 30.09.19 in Mühlau
22. bis 25.10.19 in Langenreinsdorf
14. bis 17.11.19 in Rathendorf
22. bis  24.11.19 in Thiendorf und Tauscha

Rudolf Horn gehört zu den bedeutendsten deutschen Designern der Nachkriegsgeschichte. Seine Visionen von einer größtmöglichen Variabilität von Möbeln und später Wohnungen sowie vom „Nutzer als Finalisten“ wurden zu Leitmotiven seines Schaffens. Sie markieren wichtige Zäsuren der Designgeschichte und sind heute unter Stichworten wie „Open Design“, „Co-Creation“ oder dem „Prosumenten“, dem selbstoder mitproduzierenden Konsumenten, aktueller denn je.

Zur Ausstellung

Impressionen

gefördert durch die

Kulturstiftung

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